| Kurs | "Böhmen liegt nicht am Meer" - Ausstellung |
| Zeitraum | 15.09.2026 — 12.10.2026 |
| Status | bestätigt |
| Thema | Demokratie und politisch-historische Bildung |
| Veranstaltungsart | Präsenz |
| Freie Plätze |
Die sudetendeutsche Sozialdemokratie und ihr Einsatz für Demokratie und Freiheit
Vom 15. September bis 12. Oktober 2026 präsentiert das GSI in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Seliger Gemeinde eine Ausstellung, die ein wenig bekanntes Kapitel von demokratischem Widerstand behandelt. Im Mittelpunkt stehen Lebenswege sudentendeutscher Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten. Darunter zum Beispiel Anna Altmann, die schon als 15jährige Arbeiterin 1866 (!) einen Streik gegen Lohnungleichheit mit initiierte. Oder Alois Ullmann: wegen seinem Engagement für den Arbeitersport wurde er ins KZ Dachau verschleppt. Josef Emilian Seliger setzte sich als Abgeordneter für die Verständigung zwischen den verschiedenen Nationalitäten ein. Er wurde Namensgeber der Seliger Gemeinde, die als Organisation der sudetendeutschen Sozialdemokratie „die Erinnerung an diejenigen Sudetendeutschen [pflegt], die gegen Nationalismus und Nationalsozialismus und für Freiheit und Demokratie kämpften“. Mit der Ausstellung „Böhmen liegt nicht am Meer“ will die Seliger Gemeinde zeigen, wie „die deutschen Sozialdemokraten aus Böhmen und Mähren auf ihren grenzüberschreitenden Wegen über Europa hinaus eine neue Heimat gesucht“ haben.
Die Ausstellung kann ohne Anmeldung täglich zwischen 9.00 und 21.00 Uhr auf der Stresemann Galerie des GSI besucht werden. Es werden Führungen vor Ort angeboten. In Kooperation mit der Friedrich Ebert Stiftung wird am 08. Oktober eine Führung mit Besuch im Archiv der sozialen Demokratie der FES in Bonn stattfinden.


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